Die Wanderung auf dem Biberpfad führt in die Königsbrücker Heide, die heute Sachsens größtes zusammenhängendes Naturschutzgebiet ist. Nach fast hundertjähriger militärischer Nutzung wird seit 1992 die Fläche wieder der Natur überlassen. In ausgewählten Bereichen kann man das NSG betreten, so auf dem Biberpfad im Süden der Königsbrücker Heide. Er gibt Einblicke in den Lebensraum der Elbebiber durch verschiedene Informationstafeln und zwei Aussichtstürme. Man sieht angestaute Seen, Biberburgen, Moore und versumpfte Waldlandschaften.
Zu einem kleinen Rundgang lädt der Biberpfad am See der Freundschaft ein. Von hier aus besteht die Möglichkeit, auf dem Turmpfad zum Haselberg zu einem weiteren Aussichtspunkt der Heide zu gelangen.
Nützliche Informationen enthält der Biberpfadflyer, der auf der Homepage des NSG Königsbrücker Heide heruntergeladen werden kann.
Weg
Ausgangspunkt: Parkplatz in der Ortslage Glauschnitz – entsprechend des auf einer Schautafel dargestellten Wegverlaufs und der Wegweiser den Biberpfad entlang wandern (ca. 7 km)
GPX Track: Download
Impressionen
Fotos in unserem Album auf Google Fotos
Aufnahmen: 2005 – 2013
Ergänzung
Blogbeitrag von 2014 Auf dem Biberpfad in der Königsbrücker Heide auf Petras Blog
Impressionen ab 2015 in unserem Album auf Google Fotos
Wanderkarten
Lauchhammer, Großenhain und Umgebung, Radwander- und Wanderkarte, Verlag Barthel
Wanderführer
52 kleine & große Eskapaden Oberlausitz und Sächsische Schweiz: Ab nach draußen! (DuMont Eskapaden)
Guten Abend! Ich bin den Bieberpfad heute gegangen. Was mich bewegt und wo ich keine Antwort gefunden habe: warum heißt der „See der Freundschaft“ so? Kennen sie darauf eine Antwort?
Beste Grüße!
Nachklapp: die Meilenblätter (1781-1810) weisen den See als „Der große Schilfsee“ aus.
Eine Antwort ist mittlerweile für nicht Einheimische schwer zu finden. Wir wohnen erst seit 1997 hier in der Nähe und kennen die Gegend um Königsbrück nicht von früher.
In der Sächsischen Zeitung vom 25.07.2014 habe ich in einem Artikel den folgenden Hinweis gefunden: „Der See der Freundschaft ist auch ein künstliches Gewässer, allerdings nicht von Bibern angestaut, sondern Mitte der 1970er Jahre von Königsbrücker Anglern gemeinsam mit Freunden von der Roten Armee.“
Hier hat man also bis zum Abzug der Sowjetarmee gemeinsam geangelt.
Petra Voigt
Erstmal Danke für die Antwort. Könnte also mal von einem roten Häuptling als See der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft getauft worden sein. Die Aussage der SZ passt aber nicht zu dem was man auf den digitalisierten Meilenblättern aus dem 19.Jh. findet. Auch die Garnisionsumgebungskarte Königsbrück (von 1910) zeichnet da einen See ein. Wenn Sie sich für historische Karten interessieren, werden Sie hier: https://www.landesvermessung.sachsen.de/slider-historische-karten-6606.html
oder hier: https://www.deutschefotothek.de/cms/kartenforum-sachsen-vor1850.xml fündig. Beste Grüße Tobias Ehrhardt